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ErstellerThema   1.Herren: HSG Union 92 Halle 1 - TG Hörste
HWerft
Erstellt am 23.09.2019 - 18:04

Siebenmeter-Töter Bohnenkamp beflügelt Halle


Handball-Kreisliga: Union läuft gegen Hörste II lange einem Rückstand hinterher, gewinnt aber 27:26


Halle (mik). In der Halle Masch sorgte die Spannung für das Spektakel, in Versmold das rekordverdächtige Endergebnis: Der Derbysieg von Union 92 gegen den Stadtrivalen Hörste II stand in der Handball-Kreisliga ebenso im Blickpunkt wie das krass einseitige Vereinsduell beider Teams der Sportvereinigung Versmold.

Union 92 Halle – TG Hörste II 27:26 (14:14). Es war ein Spiel, das den Titel Derby redlich verdient. Bis auf die Anfangsphase hatte Hörste fast die gesamte Partie über die Nase vorn. Umso glücklicher waren die Gastgeber, als Julius Zebrowski 30 Sekunden vor Schluss den umjubelten Siegtreffer warf. Zuvor hatte Hörste eine vorentscheidende Führung verpasst, der starke Haller Torwart David Bohnenkamp hielt unter anderem drei Siebenmeter. »Eigentlich ein klassisches Unentschieden-Spiel. Wir haben es versäumt, den Deckel draufzumachen«, haderte Hörstes Trainer Jens Großpietsch. Die Rothosen bekamen nach dem Tor zum 27:26 zwar noch den Ball, doch auch mit dem siebten Feldspieler gelang kein Abschluss mehr. Halles Michael Kölkebeck war bester Laune: »Wir haben uns für eine Verfolgungsjagd über 50 Minuten mit dem Siegtreffer 30 Sekunden vor Schluss glücklich belohnt.«

Tore: Kölkebeck (10/5), Zebrowski (4), Vogt, Schilb, Gaesing (3), Gaese (2), Quermann, Brindöpke für Halle; Hemme (9/1), Zöllner, Barthel (je 4), Kaiser (3), Janböke, Wacker (je 2), Borgelt, Dallmeyer für Hörste.

Westfalen-Blatt vom 23.09.2019


Dustin Kölkebeck dreht das Derby




Matchwinner: Die Entschlossenheit steht Halles Dustin Kölkebeck bei seinen Aktionen ins Gesicht geschrieben. Foto: Maik Grzibeck

Halle(mark). Rund 100 Zuschauer wollten sich das Highlight in der Masch nicht entgehen lassen. Nach ausgeglichener Anfangsphase schien es zunächst so, als sollten die Hörster ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Der Vorjahresvierte setzte sich auf 10:6 (15.) ab, baute dann aber ab und musste mit dem Pausenpfiff das 14:14 hinnehmen.

„Hier gewinnt derjenige, der weniger Fehler macht“, orakelte TG-Trainer Jens Großpietsch auf dem Weg in die Kabine. Da die Gastgeber zahllose Chancen ausließen, lag seine Mannschaft beim 20:16 (40.) wieder vorne, konnte den Vorsprung aber auch diesmal nicht halten. Die Union dagegen kämpfte leidenschaftlich und hatte in Dustin Kölkebeck den Matchwinner in ihren Reihen. Der Rückraumspieler markierte erst den Ausgleich zum 26:26 (58.), 14 Sekunden vor dem Ende der Partie traf er sogar zur ersten Haller Führung im zweiten Durchgang.

Die war gleichbedeutend mit dem Sieg. Nach einer Auszeit blieben der TG-Reserve nur noch zwölf Sekunden, um wenigstens noch einen Punkt mitzunehmen, doch ein missglückter Pass ins Halbfeld war schließlich der von Großpietsch angesprochene Fehler zu viel.

Union-Torwart Bohnenkamp wehrt drei Siebenmeter ab

„Der Sieg war glücklich. Aber durch unseren Kampfeswillen haben wir ihn ein wenig mehr verdient“, erklärte Halles Trainer Michael Kölkebeck. Neben seinem Sohn Dustin, der 12/5 Mal traf, hatte auch Keeper David Bohnenkamp großen Anteil am Sieg. Er wehrte unter anderem drei Siebenmeter ab. Auch Jens Großpietsch gönnte Halle den Sieg. „Das Spiel heute war Mist von uns“, gab er zu.

Tore: Kölkebeck (12/5), Vogt (3), Zebrowski (3), Gaesing (3), Gaese (2), Schilb (2), Quermann (1), Brindoepke (1) für Halle. Hemme (8/1), Barthel (4), Zöllner (4), Kaiser (3), Janboecke (3), Wacker (2), Borgelt (1), Dallmeyer (1) für Hörste.

Haller-Kreisblatt vom 23.09.2019